Arsenalsteg

Brücke zwischen zwei Bezirken
Wettbewerb
Planungsbeginn
Baubeginn
Fertigstellung

Projektdetails

Fläche
Grundstückfläche
10.000 m²
Nutzfläche
5.000 m²
Objektanschrift

Arsenalstraße Nr. 3, zwischen 3. und 10. Bezirk, Wien

Bauherr

Stadt Wien MA 29 - Brückenbau und Grundbau

Projektbeschreibung

Filigrane Verbindung über das erweiterte Schienennetz

Um die Stadtgebiete im Umfeld des neuen Wiener Hauptbahnhofes besser zu verknüpfen, wurden ein Fußgänger- und Radfahrersteg (Arsenalsteg) sowie eine Straßen-, Fuß- und Radbrücke (Südbahnhofbrücke) über die Gleisanlagen und Begleitstraßen errichtet. Nur 500 Meter von der Südbahnhofbrücke entfernt Richtung Nordwesten bildet der Arsenalsteg eine Verbindung zwischen 3. und 10. Bezirk. Die Gesamtlänge des Stegs beträgt 260 m inkl. Rampen und Erschließungsplattform, die lichte Breite beträgt 6.50 m. Der Entwurf ist von einer Aneinanderreihung von Bögen gekennzeichnet. Das Motiv der leicht gekippten Bögen mit seiner Geste des Verbindens wird als dynamischer Akzent eingesetzt. Die Aneinanderreihung der Bögen erzeugt eine Leichtigkeit, eine Art schwingende und fließende Bewegung. Insgesamt sind es 7 Bögen, die sich von ihrer Höhen- und Längsentwicklung unterscheiden. Eine Brücke, die zu begehen, begreifen und hautnah zu erleben ist.

Das Tragwerkssystem stellt eine klassische Bogenkonstruktion dar, die durch das leichte Kippen der Bögen zueinander zusätzlich Dynamik erzeugt. Der Brückenentwurf weist Feldweiten von 30 m bis zu 47 m auf. Die Untersicht des Fahrrad- und Fußgängerbereichs ist feinnervig gegliedert und gestaltet. Die bombierte Ausführung der Fahrbahnplatte erzeugt zusätzlich Dynamik im Erscheinungsbild und formuliert im Zusammenspiel mit der Bogenkonstruktion klare Absprungpunkte an den Pfeilern. Das Gesamterscheinungsbild soll hell, weiß-metallisch glänzend wirken. Stahl-Glasgeländer in Kombination mit dem Berührungsschutz ergänzen das filigrane Erscheinungsbild und ermöglichen den aus Sicherheitsgründen erforderlichen Aspekt der Übersichtlichkeit sowie des „Gesehen werdens“. 

Rendering Arsenalsteg (c) Albert Wimmer ZT GmbH
Montage Arsenalsteg (c) Roman Bönsch

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