Kraftwerk Freudenau

Offenheit und Lesbarkeit für den Donauraum
Wettbewerb
Planungsbeginn
Baubeginn
Fertigstellung

Projektdetails

Fläche
Grundstückfläche
420.000 m²
Nutzfläche
14.000 m²
Objektanschrift

Am Praterspitz, 1020 Wien, Österreich

Bauherr

Österreichische Donaukraftwerke AG

Projektbeschreibung

Kraftwerk Freudenau - Dynamik für den Donauraum

Am Anfang stand ein aufwendiger Wettbewerb: „Chancen für den Donauraum“. Am Ende steht nun ein Kraftwerk da, dessen Formation aus Gebäuden sich gelungen in die Umgebung einfügt und durch seine Offenheit und Lesbarkeit besticht. Das Kraftwerk ist gewissermaßen „begehbar“. Dafür wurde ein eigenes Brückenbauwerk errichtet: Fußgänger und Radfahrer können so die gesamte Anlage passieren. Auf einer immerhin einen Kilometer langen, im Flussbett aufgeschütteten Insel lädt der ebenfalls teilweise öffentlich zugängliche Verwaltungsbau mit dem Informationszentrum zum Besuch ein, und von dort geht es weiter über eine gedeckte Passage im Bereich der sechs Turbinen und eine offene im Bereich der vier Wehrfelder bis zur Donauinsel.

Zwischen dem rechten Donauufer und der neuen Kraftwerksinsel wurden zwei Schleusen für die Schifffahrt errichtet. Die “Kommandozentrale” für den Schleusenbetrieb ragt in Sichtweite über die Kraftwerksanlage hinaus. Im Anschluss folgt die Kraftwerksinsel, wo sich die Einfahrt in die große Werkhalle und ein ausgesprochen “besonders” formulierter Verwaltungsbau mit der Schaltwarte, Werkstätten, aber auch öffentlichen - beziehungsweise Informationsbereichen sowie Seminarräumen befinden. Daran schließen die Turbinen an.

Das Verwaltungs- und Betriebsgebäude auf der Insel präsentiert sich nach außen hin in dunkelgrauem, oberflächenbehandeltem Beton, die Trennung zwischen öffentlichem und Sicherheitsbereich ist mit einer Glaswand zwar klar definiert, aber nicht aufdringlich in Szene gesetzt. Zu den Büros geht es über eine Laubengangerschließung, Seminarräume sind im obersten Geschoss, ein öffentlich zugänglicher Ausstellungsraum liegt unterirdisch im Atrium; eine Verglasung im Boden weist darauf ganz nebenbei hin. Ein - sehr schönes - “Zimmer im Freien”, eine durch “Mauern” und “Fenster” gefasste Terrasse, erlaubt reizvolle Ausblicke auf Donau und Kraftwerk und lässt sich gut für Veranstaltungen nutzen.

Betriebsraum im Kraftwerk Freudenau (c) Gerald Zugmann
Kraftwerk Freudenau Nachtansicht (c) Gerald Zugmann

Weiterführende Informationen