Krankenhaus Südspidol

„D’Spidol vun de Leit fir de Leit“
Internationaler anonymer 2-stufiger Wettbewerb mit vorausgeschalteter Bewerbung
Planungsbeginn
geplanter Baubeginn
geplante Fertigstellung

Projektdetails

Fläche
Grundstückfläche
111.366 m²
Nutzfläche
50.000 m²
Objektanschrift

Esch sur Alzette

Bauherr

Centre Hospitalier Emile Mayrisch, Luxemburg

Projektbeschreibung

Unter der Federführung der Albert Wimmer ZT GmbH wurde an die Arge bestehend aus der Bietergemeinschaft Albert Wimmer ZT GmbH / Architects Collective ZT GmbH sowie Rambøll für Konstruktion und Haustechnik und Martha Schwartz Partners Ltd. für Freiraumplanung, genannt HEALTH TEAM EUROPE, ein Generalplanervertrag vergeben.

Das Konzept zum Neubau des Krankenhauses „Südspidol“ in Esch/Alzette in Luxemburg verfolgt konsequent den Campus-Gedanken und kombiniert die Vorteile der gegliederten Struktur in einem menschlichen Maßstab mit den Anforderungen der medizinischen Abläufe an eine Zentrumsbildung zur Steigerung der Effizienz und Minimierung der Wege. Vor dem Hintergrund der PatientInnenorientierung werden mit den Mitteln der Architektur die Ansprüche an maximales Tageslicht, optimale Orientierung, Ausblick ins Freie, Bezug zur Natur umgesetzt und Räume geschaffen, die Sicherheit geben und Ruhe ausstrahlen, die das Bedürfnis nach weitest gehender Autonomie und Selbstbestimmung unterstützen, die Kontakt fördern und Kommunikation erleichtern, die Rückzugsmöglichkeiten bieten und Privatheit ermöglichen. Das Ziel des Entwurfs ist ein hocheffizientes, prozessorientiertes Krankenhaus, in dem der Mensch mit all seinen unterschiedlichen Bedürfnissen und Ansprüchen im Mittelpunkt steht.

Die dreieckigen Baukörper der Krankenstationen mit ihren abgerundeten Kanten lassen aus der Vogelperspektive an gelandete UFOs denken. Durch den Einsatz dieses neuen additiven Modells werden kürzeste Wege und Übersichtlichkeit geschaffen. Die weichen und sanften Formen stehen im Gegensatz zu den klinischen Alltagsprozessen. Das Krankenhaus wird als Bestandteil der vertrauten täglichen Umgebung wahrgenommen. PatientInnen, MitarbeiterInnen und BesucherInnen werden nicht mit einer Megastruktur konfrontiert, sondern nehmen Einzelstrukturen in menschlichen Maßstab wahr. Übersichtliche Verkehrszonen ersetzten herkömmliche, innenliegende endlose Gänge und gewährleisten somit kurze Wege, optimalen Überblick und Orientierung.

Der landschaftsarchitektonische Entwurf sieht die Schaffung eines lebendigen, harmonischen und ineinanderfließenden Wohlfühlraums vor. Der Freiraum ist in drei Themen gegliedert: die inneren Höfe des Krankenhauses, der Gesundheitspark mit seinen belebten, urbanen Grünoasen entlang der Wasserader sowie die begrünten Dächer. Diese drei Bereiche sind durch ein durchgängiges Netz aus Wegen und Verbindungen eng miteinander verbunden. Ergänzt wird das „healing environment“ durch den Einsatz natürlicher Formen, von naturnahen „healing colours“ sowie einer Auswahl von geeigneten Kunstwerken. In Verbindung mit dem Grünraum und den eigens konzipierten Gärten und Dachlandschaften entsteht ein gesamtheitlich-räumliches Empfinden, das dem Bedürfnis nach nachkommt und wesentlich zum Wohlfühlen und zum Genesungsprozess beiträgt.

Rendering Wasserpromenade Südspidol (c) Health Team Europe_zoom vp
Südspidol Innenhof (c) Health Team Europe_zoom vp

Weiterführende Informationen