Masterplan Monte Laa

Lucky Town
Wettbewerb
Planungsbeginn
Baubeginn
Fertigstellung

Projektdetails

Fläche
Grundstückfläche
85.000 m²
Nutzfläche
85.000 m²
Objektanschrift

Areal zwischen Absberggasse, Laar Berg Strasse, 1100 Wien

Bauherr

PORR Immobilen AG

Projektbeschreibung

Die Ausgangslage bei Monte Laa in Wien-Favoriten waren zwei geteilte Liegenschaften, die durch die Wiener Stadtautobahn (Südosttangente) getrennt wurden. Um diese Zäsur zu überwinden wurde in den Jahren 2000 bis 2008 durch die Überplattung der Autobahn die Basis für eine neue „Stadt in der Stadt“ gelegt und zudem eine Lärmschutzmaßnahme einer zukunftsweisenden Generation gewählt.

Der neue Stadtteil wurde als kompaktes Stadtquartier entwickelt, das rund um einen rund 12.000 m² großen Zentralpark die enge Vernetzung aus Arbeiten, Wohnen und Infrastruktureinrichtungen möglich macht. Die grundlegende Idee besteht in der Verbindung von gewerblicher Nutzung und Wohnprojekten, die durch die zentrale Parklandschaft verbunden werden. Das Areal ist in drei Zonen geteilt: der Bürozone entlang der Laaerberg-Straße, der Wohnzone entlang der Moselgasse über die Überplattung hinweg bis zur Absberggasse und der dazwischen liegenden Parkzone, die sich in West-Ost-Richtung erstreckt und die südlich gelegene Büronutzung von der nördlich situierten Wohnnutzung trennt. Neben dem Bürostrip an der Laaer Berg-Straße, der sich zum hohen Maß durch eine Hochhaus-Skyline definiert, entstanden rund 1.200 Wohneinheiten sowie rund 4.000 Arbeitsplätze.

Von außen präsentiert sich Monte Laa als ein gläsernes, transparentes Schild, unter dem die Tangente in den durch die Überplattung neu geschaffenen Absbergtunnel abtaucht. Von innen präsentiert sich Monte Laa von einer ganz anderen Seite: Hier sind Architektur und großzügige Grünflächen untrennbar miteinander verbunden – die Naherholung ist integraler Bestandteil der architektonischen Konzeption des neuen Stadtteils. Die Parkanlage erstreckt sich von der Urselbrunnengasse bis zur Absberggasse. Die Hauptwegverbindungen werden von säulenförmigen Baumreihen, Zierkirschenhainen und Lichtstelen begleitet. Sogenannte "Rampen" als tatsächliche und optische Erhöhungen begrenzen die einzelnen Erlebnisbereiche. Verschieden thematisierte Bereiche des Parks – etwa der Wasserspielplatz oder der „Himmel und Hölle-Platz“ bieten Kindern und Jugendlichen viel Platz zum Spielen und Austoben.

Bei der Errichtung des Parks wurde höchstes Augenmerk auf die behindertengerechte Ausführung gelegt: Durch den Materialwechsel zwischen Betonplatten und wassergebundener Decke wird für sehbehinderte Menschen eine ideale Führung geboten. Durch eine generell starke Farbgestaltung wird sehschwachen Menschen eine zusätzliche Orientierungshilfe geboten. Alle Wege- und Parkflächen werden - trotz eines absoluten Niveauunterschiedes von 10 Metern - mit maximal 6% Steigung bzw. Neigung ausgeführt und sind daher auch für Rollstuhlfahrer problemlos zu benützen.

Monte Laa Park aus der Vogelperspektive (c) Albert Wimmer ZT GmbH
Monte Laa Park (c) Albert Wimmer ZT GmbH
Monte Laa Park aus der Vogelperspektive (c) Albert Wimmer ZT GmbH

Weiterführende Informationen