Revitalisierung Sofiensäle

Wettbewerb
Planungsbeginn
Baubeginn
Fertigstellung

Projektdetails

Fläche
Grundstückfläche
5.000 m²
Nutzfläche
11.000 m²
Objektanschrift

Marxergasse 17 / Blattgasse 12-18 / Kegelgasse 20-22, A-1030 Wien

Bauherr

ARWAG Bauträger GmbH / ifa AG

Projektbeschreibung

Die Sofiensäle im 3. Wiener Gemeindebezirk blicken auf eine bewegte Vergangenheit zurück: In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als russisches Dampfbad erbaut, wurden die Räumlichkeiten schon bald als Schwimmhalle und im Winter als Tanz-, Konzert- und Versammlungssaal genutzt. 2001 wurde durch Flämmarbeiten an der Dachkonstruktion ein verheerender Brand ausgelöst bei dem die Sofiensäle schwer beschädigt wurden; nur noch Reste der Außenmauern, das Foyer sowie drei Seitenwände des „Großen Saales“ blieben vorhanden.

Um die Sofiensäle zurück ins Leben zu holen, wurde ein Konzept für das denkmalgeschützte Gebäude entwickelt, das einen Nutzungsmix aus öffentlichem Veranstaltungsort und Wohnbau vorsieht. Neben den Wohngebäuden auf zwei Bauplätzen mit insgesamt 90 Wohnungen, bieten die Sofiensäle nach der Revitalisierung auch ein Restaurant, ein Kaffeehaus, Geschäfte sowie Platz für eine universitäre Bildungseinrichtung. Die denkmalgeschützten Gebäudeteile wurden in das Projekt integriert, der große Saal kann wieder einer zeitgemäßen kulturellen Nutzung zugeführt werden und so weiter für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Der Wohnbau auf Bauplatz 1, an der Ecke Blattgasse/Kegelgasse, bildet einen baulichen Abschluss für das Areal der Sofiensäle. Der denkmalgeschützte Bereich der Sofiensäle auf Bauplatz 2 wurde nach Vorgaben des Denkmalamtes renoviert. Dabei wurden nicht nur der Festsaal, sondern auch die Fassade, der Eingangsbereich und das Stiegenhaus detailgetreu wieder hergestellt. Der Festsaal wurde konform mit den behördlichen Auflagen mit einer Glas-Stahl- Konstruktion überdacht und kann künftig als öffentlich zugängliche Ausstellungshalle genutzt werden.

Modell Sofiensäle (c) Albert Wimmer ZT GmbH
Wohnbau Sofiensäle (c) Rupert Steiner

Weiterführende Informationen