Stadionareal Wiener Neustadt

Wettbewerb
Planungsbeginn
Baubeginn
Fertigstellung

Projektdetails

Fläche
Grundstückfläche
53.000 m²
Nutzfläche
49.200 m²
Objektanschrift

Gebiet zwischen Stadionstraße, Giltschwertstraße und Altbach-Au, 2700 Wiener Neustadt

Bauherr

Magistrat der Stadt Wiener Neustadt

Projektbeschreibung

Wohnen am neuen Anger

Auf dem rund 5,3 ha großen Stadionareal zwischen Stadionstraße, Giltschwertstraße und Altbach-Au entsteht in den nächsten Jahren ein hochwertiges, lebendiges Wohnquartier, das zu gleichen Teilen mit urbanem Flair und naturnahem Wohnen besticht. Dem Entwurf des Architekturbüros Albert Wimmer ZT GmbH, der in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsplanungsbüro Martha Schwarz Partners Ltd. und dem Verkehrsplanungsbüro AXIS Ingenieurleistungen ZT-GmbH erarbeitet wurde, wurde durch das Preisgericht, unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. DI Dr. Friedrich Zibuschka, einstimmig der erste Preis zuerkannt.

Zentrales Element des neuen Stadtquartiers ist der grüne Anger, der die Anlage durchzieht und verbindet und an dessen Hauptkreuzungspunkt das soziale Herz, der Quartiersplatz mit Nachbarschaftszentrum und Café, angesiedelt ist. Das Areal besteht aus neun Teilräumen, deren Bebauungsformen hohe Identität und Wohnvielfalt sicherstellen. Die Höfe werden baulich nicht geschlossen, wodurch vielfältige und weiträumige Sichtbeziehungen aus den Höfen in den zentralen Grünraum entstehen. Die Bebauung entlang der Stadionstraße schirmt das Wohnquartier gegen die vielbefahrene Straße ab und fungiert zugleich als Lärmschutz. Der Anger ist ein Hybrid aus Platz, Park, Boulevard und Spielplatz. Die variierend topographischen Höhenniveaus mit abgesenkten Spiel- und Sitzbereichen kennzeichnen „die grüne Mitte“ und bilden geschützte Spiel- und Aufenthaltsflächen. Die Terrassen und sanften Grasböschungen dienen dabei als verbindende Elemente.

Soziales Herz und Zentrum der neuen Anlage ist der Quartiersplatz, der als Kommunikations- und Begegnungsort Raum für unterschiedlichste Aktivitäten bietet und die Identifikation mit dem Quartier stärkt. Hier befinden sich auch eine Mehrzweckhalle mit Veranstaltungssaal, Bibliothek und ein Café. Diese öffentlichen Einrichtungen verbinden das Wohnquartier nach Westen hin mit dem Altabach. Der Quartiersplatz fungiert gleichzeitig als Marktplatz mit temporären Marktständen (Wochenmarkt/Biomarkt) und als sozialer Stützpunkt mit einer Ärztegemeinschaftspraxis und bildet so ein modernes Dorf als Alternative zum anonymen Großstadtleben!

Die Wasserläufe Altabach, Altabach-Au und Warme Fischa bieten die Chance, das Element Wasser in das Quartier einzubeziehen: Durch Aufstauung des Altabachs entsteht eine kleine Bucht, die durch Terrassierung und einladende Holzdecks direkten Zugang zum Wasser bietet und dadurch neue spannende Natur- und Freiraumqualitäten schafft. Alle übergeordneten öffentlichen Nutzungen sind innerhalb des Quartiers an zentralen Punkten angeordnet: an den Quartierszugängen, primär in der Erdgeschoßzone und im ersten Geschoß entlang der Stadionstraße, rund um den Quartiersplatz sowie begleitend entlang des Angers. Die flexible Sockelzone zum Anger versteht sich als Kommunikationszone und zentraler Treffpunkt der BewohnerInnen.